Blog: Knutschkugels Baby

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Moderator: Moderator Wiesbaden

Knutschkugel26
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Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 15.09.2016, 11:50

Hallo,

mein Name ist natürlich nicht Knutschkugel, aber im Forum heiße ich so. Ich bin mittlerweile 33Jahre alt, durch die Hormonbehandlungen und Schwangerschaften etwas übergewichtig, dauerhaft müde, aber überglücklich. Das mit dem glücklich sein, war eine ganz lange Zeit nicht so. Mein Wunsch nach einem Kind war riesig und der Weg dort hin steinig und schwer. Das Thema Kinderwunsch ist für mich zu einer Art Trauma geworden und beschäftigt mich bis heute. Aus diesem Grund möchte ich in einer Art Blog meine Erfahrungen, Ängste, Wünsche, Sorgen mit euch teilen. Ich freue mich über Kommentare, Fragen, Anregungen von euch.

Wie alles begann...
Nach 11Jahren (ich war damals 28) madchte mein Mann mir den ersehnten Heiratsantrag. Ich war überglücklich und wir hatten eine wundervolle Hochzeit. Was jetzt folgen sollte waren Kinder. 3 Kinder waren immer mein Wunsch. Ist ja auch nicht schwer. Pille absetzen, ein paar Mal Sex haben, dann ist man schwanger, hat eine natürliche Geburt und stillt sein Kind, bevor man dann das Nächste bekommt. So zumindest die Theorie und meine unbeschwerte naive Vorstellung vom Kinder kriegen.
Leider passierte nach dem Absetzen der Pille gar nichts. Ich hatte einfach keine Regelblutung mehr. Die Frauenärzten versuchte mich zu beruhigen, das käme schon mal vor. Mein Mann soll einfach mal ne Spermaprobe abgeben, vielleicht liegt ja auch bei ihm das Problem. Gesagt, getan. Das Ergebnis war niederschmetternd: kein einzig bewegliches Spermium. Mit Tränen in den Augen teilte ich das Ergebnis meinem Mann mit. Na ja, wie Männer dann halt so reagieren, versuchte er mich zu beruhigen und meinte, dass könne nicht sein. Mir zuliebe machte er einen Termin beim Urologen aus. Von der Frauenärztin erhielten wir eine Überweisung in ein Kinderwunschzentrum. Sie empfahl uns nach Frankfurt zu gehen. Ich rief sofort dort an, aber ein Termin zu bekommen sollte über ein halbes Jahr dauern. Im Internet stieß ich auf das Kinderwunschzentrum in Wiesbaden. Es ist zwar weiter weg, aber egal, vielleicht bekommt man dort schneller einen Termin. So war es auch. Nach 3 Monaten, im Januar 2012 hatten wir unser Erstgespräch. Inzwischen war auch der Befund vom Urologen da. Es gibt genügend bewegliche Spermien, keine Topqualität, aber o.k.. Das "Problem" musste also bei mir liegen.
Wie das Erstgespräch ablief und wie es weiter ging versuche ich ab jetzt regelmäßig zu schreiben....

LG eure Knutschkugel

josy0910
Beiträge: 34
Registriert: 20.01.2016, 10:37

Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von josy0910 » 16.09.2016, 08:06

Einfach erst einmal danke fürs Teilen!!
1. ICSI Dez' 15 - negativ
1. Kryo Feb' 16 - negativ
2. Kryo März 16 - negativ
Seit August in DA, in Warteschleife wegen Insulinresistenz
2. ICSI Nov' 16 - negativ
3. ICSI Aug`17 - Windei (vermutet in 7. SSW, natürlicher Abgang 14 SSW)

Knutschkugel26
Beiträge: 803
Registriert: 23.09.2012, 10:09

Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 16.09.2016, 11:27

Jetzt war es endlich soweit, der 1. Termin im Kinderwunschzentrum stand an. Es war der 3. Januar 2012. ich wundere mich selbst, dass ich das Datum immer noch weiß. Wir waren beide sehr aufgeregt. Mein Mann versuchte es zu verbergen, was ihm aber nur schwer gelang. Die Praxis gefiel uns und wir würden freundlich begrüßt. Im Wartezimmer war, wie sich rausstellen würde, wie immer die Hölle los. Nach etwas Wartezeit kam ein Arzt (öffentlich werde ich ihr mit Absicht keine Namen nennen) der unseren Namen aufrief und wir folgten ihm in sein Behandlungszimmer. Es war ein Schreibtisch drinnen und ein abgetrennter Raum hinter einem Vorhang. Wir sprachen kurz mit ihm und er erklärte uns, dass wir noch ein Spermiogramm brauchen und er mich untersuchen müsste. Das tat er dann auch auf dem Frauenarztstuhl mit einem Ultraschallgerät, welches vaginal eingeführt wird. Er sah sofort, dass meine Eierstöcke vergrößert waren und benannte auch gleich das Krankheitsbild:PCO (polycystisches Ovar). D.h., bei mir sind zwar genügend Eibläschen vorhanden, aber diese behindern sich gegenseitig in ihrer Reifung.
Nach der Untersuchung, mein Mann wartete am Tisch, besprachen wir das weitere Vorgehen. Mein Mann sollte einen Termin ausmachen für das Spermiogramm. Uns beiden wurde noch Blut abgenommen. Dafür gibt es ein extra Laborzimmer schräg gegenüber des Sprechzimmers. Wir machten einen weiteren Termin aus, an dem Spermiogramm und Blutergebnisse besprochen werden sollten. Mit gemischten Gefühlen verliesen wir die Praxis. Einerseits waren wir überfordert mit der Krankheit, die uns am Kinderkriegen hinderte, andererseits fühlten wir uns an die Hand genommen und hofften, dass es mit ein bißchen Hilfe schon klappen wird.
Es ging jetzt also weiter mit warten, und ich bin nicht gerade ein geduldiger Mensch. Eine schlechte Vorraussetzung für eine Kinderwunschbehandlung, wie sich noch zeigen wird
Juni 12:pos.nach IUI
Aug 12:mA
4 neg. IUI's
Feb 13:1.IVF-neg.
Mai 13:2.IVF-schwanger
Jan 14:Geb. Junge
Dez/Jan 15:IVF-mA
April 15:IVF:Hormonchaos
Juni 15:IVF:positiv
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Cano90
Beiträge: 107
Registriert: 06.05.2016, 09:00

Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Cano90 » 18.09.2016, 12:05

Und weiterrrrrr?????????

Hast aufgehört zu schreiben, bin neugierig und kann dich total verstehen..
KiWu '13
01/15 Bauchspieg. u. Ausscharbung
10/15 IUI-Neg
11/15 IUI-Neg
12/15 IUI-Neg
01/16 IVF, überstim. kein Tr
02/16 Kryotr.-Neg
04/16 IVF-Neg
06/16 HuGe, Immu, GMS
07/16 IVF+Blasto+IVIG=NEGATIV
09/16 Spontane 6 SSW, MA
03/17 Start Türkei
05/17 POSITIV

Knutschkugel26
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Registriert: 23.09.2012, 10:09

Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 18.09.2016, 19:05

Am Wochenende nimmt mich die Familie in Beschlag :-). Morgen gehts hoffentlich weiter.
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Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 19.09.2016, 09:23

Heute melde ich mich, wie versprochen, wieder...
Nachdem jetzt endlich beide Spermiogramme gemacht waren, im Abstand von mindestens 12 Wochen, unser Hormonstatus da war und auch der HIV-Test gemacht, konnte es endlich los gehen. Bei mir sind aufgrund der PCO, die Werte für die männlichen Geschlechtshormone erhöht, aber der AMH (Anti-Müller-Hormon)-Wert gut. Dieser gibt an, wieviele potentielle Eizellen noch vorhanden sind.
Wie sollte es jetzt weiter gehen? Der Arzt meinte, dass man es erst einmal mit einer leichten Stimmulation versuche sollte und dann Geschlechtsverkehr nach Plan. Na ja, keine sonderlich romantische Vorstellung ein Kind zu zeugen. Aber, wenn es so einfach sein sollte schwanger zu werden, bitte schön, dann gerne auch unromantisch. Ich bekam ein Medikament namens Gonal F verschrieben, welches ich ab dem 2. Tag der Regelblutung spritzen sollte. Da ich ja keine Zyklus hatte musste ich erst einmal einen Monat eine Pille nehmen, die auch den erhöhten männlichen Geschlechtshormonen entgegenwirkt. Jetzt also erst einmal wieder warten...
Endlich bekam ich eine Abbruchblutung und konnte mit dem Spritzen anfangen. Wie das geht wurde mir am Empfang erklärt. Man desinfiziert mit einem Alkoholtupfer eine Stelle am Bauch, dreht eine Nadel auf die Fertigspritze, stellt den gewünschten Wett ein und sticht dann ohne zu zögern mit Schwung in die Speckfalte und drückt ab. Hat nicht weh getan. Dann Spritze rausziehen, Nadel abdrehen und wieder desinfizieren. Zurückgeblieben ist nur ein kleiner roter Punkt an der Einstichstelle. Nach ein paar Tagen sollte ich wieder zum Ultraschall kommen, um zu sehen, wie das Maedikament anschlägt. Ich fühlte mich besser, weil ich endlich etwas tun konnte um schwanger zu werden. Es folgten unzählige Ultraschalluntersuchungen, bis die Eizelle endlich groß genug war. Jetzt bekam ich eine Spritze, die den Eisprung auslöst, Ovitrell. Das Verfahren war das gleiche, wie bei den Stimmulationsspritzenm außer, das die Nadel schon dran war. Die nächsten 2 Abende sollte ich Sex mit meinem Mann haben. Wir waren voller Hoffnung ein Baby zu zeugen, deshalb war uns egal, dass es eher Sex nach Plan war.
Mit dem Arzt war ich jetzt schon nicht mehr so zufrieden, er begrüßte mich immer mit den gleichen Worten: "Hallo, wie geht's? Na dann schauen wir mal." Die Aufforderung mich auf den Stuhl zu legen. Ich fühlte mich wie eine Nummer, gar nicht als Mensch wahrgenommen.
14 Tage nach dem Auslösen sollte ich zum Bluttest kommen. Die Zeit verging ziemlich langsam bis dahin, aber es bestand ja Hoffnung schwanger zu sein. Ich versuchte so normal weiterzuleben, wie es geht. Bisher wusste nur meine Freundin und Kollegin, die selbst in einer Kinderwunschbehandlung war, von unserem Vorhaben. Es war gut, dass wir uns hatten in der nächsten Zeit, denn von Außenstehenden, ob Familie oder Freunden konnte ich zukünftig nur sehr wenig Verständnis erwarten, aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.
Endlich war der Tag des Bluttests gekommen. Ich ging in die Praxis, mir wurde Blut abgenommen und ich fuhr wieder nach Hause. Das Ergebnis sollte ich am nächsten Tag bekommen, weil ich erst nachmittags da war. Aber so lange musste ich gar nicht warten. Am Abend bekam ich Blutungen. Diesmal hat es also leider nicht geklappt. Wäre ja auch zu schön gewesen. Vormittags aus der Arbeit dann der Anruf: negativ. Die Bestätigung. Das Ergebnis am Telefon traf mich nicht mehr so hart, ich wusste ja schon, dass es nicht geklappt hatte. Ich sollte gleich morgen wieder ins Kinderwunschzentrum kommen, um den nächsten Versuch zu starten....
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Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 20.09.2016, 18:15

Neuer Versuch, neues Glück. Bei vielen, die auf natürlichem Wege schwanger werden möchten klappt es ja auch nicht beim ersten Versuch. Positiv war, dass wir gleich weiter machen durften. Ich sollte aber noch geringer dosiert stimulieren, damit vielleicht 2 Eizellen heranwachsen können. Der Versuch zog sich gefühlt bis ins Unendliche und immer wieder ging ich zum Ultraschall und es hieß weiter stimulieren. Dann aber war unser eigentlicher Arzt im Urlaub und uns begrüßte eine herzliche sympathische Ärztin, die zu uns sagte, dass ich jetzt ja schon ewig stimuliere und endlich ausgelöst werden sollte. Nach einem ausführlichen Gespräch fragte ich die Ärztin, ob sie uns weiter betreuen könne und sie stimmte dem zu. Unser größtes Glück, wenn ihr mich fragt. Von jetzt an war da eine Ärztin, die mit einem mitfühlt, hofft und einem Mut zuspricht.
Wir bekamen wieder die Auslösespritze, hatten wieder Sex. Beim Bluttest hatte ich auch noch keine Blutungen, aber das Ergebnis war das gleiche, wie bei Versuch 1.
Beim 3. Versuch sollte jetzt erst einmal getestet werden, ob überhaupt Spermien in die Gebärmutter gelangen können, oder ob alle bereits vorher absterben. Also wieder Sex auf Rezept und am nächsten Tag ins Kinderwunschzentrum. Keine lebenden Spermien mehr. So konnten wir also kein Baby bekommen. Wäre ja auch zu einfach gewesen....
Um schwanger zu werden sollten wir jetzt eine Insemination (IUI) durchführen. Dabei wird ebenfalls stimuliert, der Mann muss dann eine Spermaprobe abgeben. Dazu gibt es dort extra Zimmerchen mit Pornos, Pornoheftchen und gemütlicher Liege. Diese Situation ist für Männer bestimmt auch nicht gerade leicht. Auf Knopfdruck meistens früh am Morgen einen Hochzubekommen....na ja, aber wenns nicht anders funktioniert, was soll man dann machen. Die Spermien werden dann glaube ich in eine spezielle Nährlösung gegeben und dann mit einem Katheter in die Gebärmutter eingeführt. Hört sich schlimmer an, als es ist. Der Katheter ist sehr klein und man bemerkt ihn gar nicht. Das unangenehme ist eher dies Spreizzange, wie bei der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt.
Dann wieder einmal 14 Tage warten. Die Hölle! Immer wieder warten. Ich könnte mich nur noch ganz schwer auf etwas anderes konzentrieren. Ständig kreisten meine Gedanken darum schwanger zu werden und endlich ein Baby zu haben. Auf alle anderen war ich eifersüchtig. Nicht, dass ich es Ihnen nicht gönnte, aber ich empfand es als umfährt, dass sie einfach schwanger waren und es bei uns nicht klappen sollte.
Nach 14 Tagen dann der Bluttest. In der Mitragspause, ich war gerade mit meinen Kolleginnen essen, kam dann der Anruf. "Herzlichen Glückwunsch, der Test war positiv". Ich solle aber morgen wieder ins Kinderwunschzentrum kommen, um alles weitere zu besprechen. Ich war überglücklich und rief sofort meinen Mann an. Auch er freute sich, könnte es auch nicht so wirklich fassen. Im Kinderwunschzentrum sagte man mir am nächsten Tag, dass der HCG-Wert nicht allzu hoch sei und ich noch Brevactid, ein künstliches HCG spritzen sollte zur Unterstützung. Das machte ich brav und durfte 2 Wochen später im Ultraschall einen kleinen hüpfenden Punkt, das Herz unseres Babys sehen. Wir bekamen unser erstes Ultraschallbild und waren einfach nur überglücklich.
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Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 21.09.2016, 12:10

Jetzt stand unser Sommerurlaub an. Wir hatten extra was in Österreich gebucht, weil ich ja schon die Hoffnung hatte schwanger zu sein bis dahin und nicht fliegen wollte. Total glücklich und entspannt fuhren wir in den Urlaub. Ich spritzte alle 2 Tage Brevactid. Mir war dauerhaft schlecht, außer wenn ich was gegessen hatte. Das empfand ich aber nicht etwa als schlimm, sondern als Zeichen, dass alles super läuft. So stellte ich mir schwanger sein vor. Ich verschlang alle Eltern-Hefte, meldete mich bei den Babyclubs an. Ich freute mich einfach nur, dass es jetzt endlich soweit war. Nach dem Urlaub zeigten wir unseren Eltern Urlaubsfotos. Das letzte war ein aktuelles Ultraschallbild. Alle freuten sich riesig. Sie wussten mitlerweile, dass wir in Kinderwunschbehandlung sind. Aber verstehen, was das mit einem macht können Sie bis heute nicht.
Ich arbeite 3 Wochen bei den Ferienspielen. Die Übelkeit hat langsam nachgelassen. Am Tag, als ich wieder meiner eigentlichen Arbeit als Lehrerin nachging, hatten wir abends den Termin für das 1.Semester-Screening. Ich freute mich sehr darauf unser Kind endlich wieder zu sehen. Eigentlich wollte ich es auch heute meinem Chef schon gesagt haben, aber er hatte keine Zeit.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, was vielen gestern beim lesen des Beitrags durch den Kopf gegangen ist. Was stellt sie sich so an. Ich wäre froh gewesen, wenn es bei uns so schnell geklappt hat, klappen würde. Jetzt schreibt sie darüber sogar noch hier im Forum. So oder so ähnlich habe ich auch oft gedacht, vor allem dann, wenn jemand geschrieben hat, der schon ein Kind hatte. Heute weiß ich aber, dass die psychische Belastung bleibt und was ich euch jetzt schreibe, war die schlimmste Zeit meines Lebens!
Aufgeregt und in freudiger Erwartung gingen wir zum Ultraschall. Die Frauenärztin wollte heute zum ersten Mal über die Bauchdecke schallen, toll! Aber sie hat nichts gefunden. Das Baby versteckt sich, sagte sie und machte einen vaginalen Schall. Zuerst suchte sie und sagte gar nichts, mein Herz schlug bis zum Hals, ich wusste das etwas nicht stimmt, aber ich wollte nicht hören was dann folgte. Unser Baby lebte nicht mehr, das Herzchen hatte aufgehört zu schlagen und es war nicht mehr gewachsen. Ich war am Boden zerstört und weinte laut los. Die Frauenärztin gab uns das letzte Ultraschallbild unseres Babys und lies uns für kurze Zeit alleine. Ich fühlte mich einfach nur total traurig und überfordert. Mit einer Fehlgeburt hatte ich nicht gerechnet, mit keinem Gedanken. Ich hatte ja weder Blutungen noch Schmerzen. In einem Gespräch versuchte uns die Frauenärztin zu trösten. Mein Mann versuchte stark zu sein für mich. Am nächsten Tag gleich organisierte die Ärztin eine Ausschabung. Es war einfach nur noch schrecklich. Diese Art von Fehlgeburt heißt Missed abortion, weil man sie nicht bemerkt. Die Ärztin hatte selbst schon einen Fehlgeburt und schaffte es mich für kurze Zeit etwas zu trösten.
Wir gingen nach Hause mir all der Trauer, der Frage nach dem Warum, der Angst nie ein Kind zu bekommen. Ich schickte eine Nachricht an Alle die von der Schwangerschaft wussten und dann machte ich aus lauter Verzweiflung den Fernseher an, weil es einfach zu schmerzhaft war die Gefühle komplett zuzulassen. Es hört sich vielleicht komisch an, dass man so etwas tut, aber noch heute sitze ich tränenüberströmt vor dem Bildschirm, während ich das schreibe....
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Sternchen07
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Sternchen07 » 22.09.2016, 08:29

... Ich sitze auch gerade hier und muss einfach nur weinen... es tut mir so leid :'(
Es sind bei mir jetzt auch schon 4 Monate her aber dieses Gefühl und dieser Schmerz und diese Sehnsucht bleibt für immer...

Knutschkugel26
Beiträge: 803
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 22.09.2016, 18:32

...meine Schwester kam sofort vorbei. Sie ist manchmal etwas eigennützig in ihrer Art, aber trösten kann sie wirklich super. Sie war Diejenige, die mir am besten helfen konnte erst einmal den Schmerz für kurze Zeit zuzulassen. Dann klingelte es wieder und meine Mutter und die Schwiegereltern standen vor der Tür. Ich sagte meinem Mann, dass er sie bitte wegschicken sollte, ich konnte in diesem Moment sonst Niemanden ertragen. Mein Mann versuchte mich zu trösten. Ich verstand aber nicht warum, es war doch auch sein Baby, das gestorben war. Erst viel später verstand ich, dass er genauso traurig war, aber stark sein wollte für mich, weil ich derart am Boden zerstört war, dass es ihm Angst machte.
In der Nacht habe ich kaum geschlafen, ich dachte daran, was am nächsten Tag passieren würde, mein totes Baby sollte weggemacht werden. Ich war froh über den schnellen Termin, weil es noch schlimmer zu ertragen war, solange man sich schwanger fühlte. Am nächsten Morgen fuhr ich mit meinem Mann und meiner Schwester ins Krankenhaus. Am Empfang fragte man mich, warum ich hier sei. Ich brach sofort in Tränen aus. Ich wurde auf die Station gebracht und es wurde noch einmal sicherheitshalber ein Ultraschall gemacht, leider aber mit dem gleiche Ergebnis. Ich bekam ein Zäpfchen in die Scheide eingeführt, welches wehenartige Schmerzen auslöste und den Muttermund weitete. Nach einigen Stunden bekam ich dann die Narkose. Als ich aufwachte war ich nicht mehr schwanger. Neben mir lag eine Frau, die fragte, wann sie nach der Ausscharbung wieder reiten dürfe. Ich fragte mich, wie um alles in der Welt das ihr Problem sein könnte. Meine Schwester besorgte fastfood. Wir hatten alle noch nichts gegessen und es war jetzt schon früher Abend. Wir fuhren nach Hause. Es stellte sich kurz eine gewisse Erleichterung ein, dass dieser Schritt geschafft war, aber die Traurigkeit kehrte sehr schnell zurück.
Am nächsten Tag ging ich gleich wieder arbeiten. Ich wollte es so, ich brauchte die Ablenkung in meinem Kopf, anders hätte ich das alles nicht ertragen können. In der Schule wusste nur meine Freundin bescheid, bei ihr hatte es zu diesem Zeitpunkt auch immer noch nicht geklappt mit dem Schwanger werden. Die Gespräche mit ihr und das Schreiben im Forum halfen mir am meisten. Als ich schwanger war merkte ich schon, das sie das belastete, auch wenn ich ihr immer geglaubt habe, dass sie sich trotzdem für mich freut. Ich verstehe das sehr gut, denn bald sollte es andersherum sein.
Mir ging es schlecht und das sah man mir auch an. Ich sagte meistens nur, dass ich müde sei und die meisten glaubten es mir auch. Ich konnte es nicht erzählen, ich wollte, dass wenigstens mein Arbeitsplatz frei vom Thema Kinderwunsch und Fehlgeburt war. Während der Arbeit war ich abgelenkt, aber schon schwangere Kolleginen stürzten mich in ein tiefes Loch. Auf der Fahrt nach Hause weinte ich mehrere Wochen immer. Ich konnte die Nachricht, dass irgend jemand schwanger war nicht ertragen. Ich wollte einfach nur wieder schwanger sein und so glücklich, wie in dieser Zeit. Eine Mail mit diesem Wunsch schrieb ich meiner Ärztin. Sie blieb unbeantwortet. Wahrscheinlich wollte sie mir Raum zur Verarbeitung geben. In der Zeit bis zum nächsten Termin im Kinderwunschzentrum las ich, wann immer ich Zeit hatte in Foren. Ich suchte eine Antwort auf die Frage nach dem Warum und wollte wissen, wie schnell man wieder schwanger werden konnte. Ich versuchte die Trauer zu verdrängen, aber es gelang mir nur selten. Dieser Schmerz ist bis heute geblieben und ich frage mich sehr oft, warum unser Baby, dem ich später den Namen Anna gegeben habe, nicht bei uns sein darf. Zur Erinnerung habe ich einen Schmetterlingsanhänger gekaut, den ich in dieser Zeit täglich getragen habe. Ich werde Anna unser 1.Kind nie vergessen und ich weiß, dass sie als kleine Engel auf uns aufpasst und wir sie dort oben irgendwann wieder sehen. Ich liebe dich kleine Anna!!!

Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 23.09.2016, 12:00

Puh, das war wirklich schwerer als gedacht über die Fehlgeburt zu schreiben. Vor allem die letzten 2Tage, haben mich ganz schön aufgewühlt. Andererseits fühlt es sich auch gut an, das erlebte mit Menschen zu teilen, die Einen verstehen oder Ähnliches erlebt haben. Gerade in den letzten Tagen mussten 2 Frauen aus dem Forum das gleiche durchmachten. Davon zu lesen lässt mich jedes Mal wieder in einen kurzen Schock verfallen.
Unser nächster Termin im Kinderwunschzentrum stand an. Die Ausscharbung war gut verlaufen, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von gut sprechen kann. Ich habe von einigen Frauen gelesen, die eine Ausscharbung mehrmals wiederholen mussten, weil nicht alles Gewebe entfernt werden konnte und die Blutungen nicht aufhörten. Das blieb mir zumindest erspart. Eine Antwort, warum das Baby gestorben war konnte mir aber auch nach der Gewebeuntersuchung niemand geben. Eine genetische Untersuchung wird erst nach 3 Fehlgeburten gemacht. Heute würde ich mir den kleinen Embryo mitgeben lassen und ihn beerdigen. Das ist zwar nicht so einfach, wäre aber sehr wichtig für mich gewesen. Damals war ich einfache nur überfordert und habe gar nicht davon gewusst, dass es möglich ist, das Baby mit nach Hause zu nehmen.
Die Ärztin war sehr einfühlsam und machte uns neuen Mut, dass es schon mal positiv sei, dass ich überhaupt schwanger werden kann. Es gäbe so viele Frauen, die eine Fehlgeburt haben, egal auf welchem Weg sie schwanger geworden sind. Meine Internetrecherchen ergaben, dass fast jede Frau Fehlgeburten erleidet, meist aber zu einem sehr frühen Zeitpunkt, so dass diese gar nicht bemerkt werden. Zudem seien Fehlgeburten eine gesunde Reaktion des Körpers auf eine nicht intakte Schwangerschaft. Immer wieder versuchten Andere und auch ich selbst mich mit diesen rationalen Fakten zu trösten, aber es hat mir nicht geholfen. Erst die erneute Behandlung, die ich nach 2 Monaten Pillen- und Erholungspause für meinen Körper wieder starten durfte, gab mir neuen Mut. Es folgten in relativ kurzen Abständen 5 weitere Inseminationen, die alle ein negatives Ende hatten. 2 biochemische Schwangerschaften mit niedrigem HCG-Wert waren dabei. Sie ließen mich jeweils 1 Woche länger auf eine Schwangerschaft hoffen. Dieses ständige Hoffen und Bangen machten mich psychisch total fertig. Körperlich vertrug ich die Behandlung eigentlich ganz gut. Trotzdem, Aufgeben kam für mich nicht in Frage. Ich wünschte mir einfach zu sehr ein Baby. Die Ärztin erkannte, wie ich mehr und mehr unter der Situation litt und beschloss für uns mit den Inseminationen aufzuhören und eine IVF (In-Vitro-Fertilisation), also eine künstliche Befruchtung durchzuführen. Dazu mussten wir Anträge bei den Krankenkassen stellen. Erneutes zermürbendes Warten begann. Die Zeit in der ich nicht aktiv etwas zum Schwanger werden beitragen konnte, war für mich immer die schlimmste. Der Wunsch ein Kind zu bekommen bestimmte mein Leben fast völlig. Ich war in einer Art Depression gefangen, da ich mich kaum an anderen Dingen freuen konnte, meine Gedanken drehten sich ausschließlich um den Kinderwunsch. Zu diesem Zeitpunkt wurde meine Leidensgenossin mit Zwillingen schwanger. Ich gönnte es ihr von ganzem Herzen, aber jetzt war ich (gefühlt) alleine, die Einzige, die nicht schwanger war. Das war natürlich völliger Blödsinn, aber so fühlte es sich nunmal an.
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 26.09.2016, 10:36

Wie ich ganz zu Beginn geschrieben hatte, war ich die sogenannte Hauptverursacherin, dass es bei uns mit dem Kinderkriegen nicht klappte. Aufgrund unserer Versicherungssituation sage ich zum Glück! Da ich privat versichert bin, zahlt meine Krankenversicherung den Großteil der teuren Behandlung. Der Antrag für die IVF bei beiden Krankenkassen sorgte erst mal für eine erneute Wartezeit mit immer neuen Forderungen nach Unterlagen, Untersuchungsergebnissen und Bestätigungen von Ärzten. Es ärgerte mich und machte mich auch manchmal traurig, dass einem jetzt auch noch diese formalen Dinge vom Babyglück abhielten. Bei Telefonaten mit der Krankenkasse musste ich mich immer sehr zusammenreißen, damit ich nicht anfange zu weinen. Schlussendlich wollten beide Kassen gleichzeitig eine Bestätigung dafür, was die andere Kasse an Zahlungen übernimmt. Ein ewiges hin und her, bis endlich die Krankenkasse meines Mannes aufgegeben hat. Ich holte den bewilligten Antrag für 3 Versuche persönlich ab und es konnte jetzt endlich weiter gehen.
Bei unserem nächsten Termin im Kinderwunschzentrum musste ich allerdings erst einmal schlucken, als ich erfuhr, was bei einer IVF-Begandlung alles auf einen zukommen würde. Das ist schon noch mal eine andere Hausnummer als eine Insemination.
Der Start der Behandlung war geleich. Ich spritzt wieder ab Zyklustag 2 Gonalf, allerdings in einer höheren Dosis. Es sollten jetzt ja möglichst viele Eizellen heranreifen. Danach folgten wieder Ultraschall- und Blutuntersuchungen und an Zyklustag 16 waren endlich die Eizellen reif und ich konnte auslösen. Die Auslösespritze, bei mir Ovitrell, muss man immer exakt zu einer bestimmten Uhrzeit spritzen. Bei uns war es 23Uhr abends.
Am nächsten Tag stand die Eizellentnahme an, eine OP mit Narkose. Davor hatte ich wirklich Angst. Narkosen machen mir generell etwas Angst und ich wusste auch nicht, wie es mir danach gehen würde.
Früh morgens machten wir uns auf den Weg ins Kinderwunschzentrum, wir waren beide total aufgeregt.
Von der Anmeldung aus wurden wir in einen anderen Bereich des Kinderwunschzentrums geführt und wir bekamen eine kleine Kabine zugewiesen. Wir haben ein Bettlaken, eine Decke, Schlappen und ein Nachthemd mitgenommen. Ich sollte mich umziehen für die OP. Mein Mann ging wieder in den Raum zur Spermaabgabe. Inzwischenzeit hatte ich ein Gespräch mit dem Narkosearzt. Er war sehr nett und erklärte mir alles, aber die Aufregung und Angst vor der Narkose blieb.
Bei meinem Mann hatte alles geklappt. Jetzt wurde ich abgeholt und lief in den OP, mein Mann sollte in dem Kämmerchen warten. Ich zog die Unterhose aus, legte mich auf den OP Tisch. An diesen waren Ablagen für die Beine angeschraubt, wie bei einem Frauenarztstuhl. Meine Beine und Arme wurden festgeschnallt, der Narkosearzt legte mir eine Zugang und dann begann auch schon die Narkose zu wirken. Ich war ziemlich schnell weg und als ich aufwachte lag ich auf der Liege in dem Kämmerchen. Mein Mann saß neben mir und grinste. Ich muss wohl als totaler Zombi vom OP dort hingelaufen sein. Ich war noch etwas müde und hatte Unterleibsschmerzen wie bei der Periode. Der Narkosearzt schaute kurz vorbei, um zu sehen ob alles gut ist. Dann kam meiene Ärztin, die die OP auch durchgeführt hatte und sagte uns, dass sie 14Eizellen entnehmen konnten. Ich war erleichtert. Ich sollte etwas essen und trinken und auf Toilette gehen. Als das geschafft war, durften wir nach Hause gehen. Meine Mann hatte sich frei genommen und wir machten uns einen ruhigen Tag. Auf der Arbeit hatte ich mich krank gemeldet. Kein gutes Gefühl den Arbeitgeber zu belügen, aber was war die Alternative?
Juni 12:pos.nach IUI
Aug 12:mA
4 neg. IUI's
Feb 13:1.IVF-neg.
Mai 13:2.IVF-schwanger
Jan 14:Geb. Junge
Dez/Jan 15:IVF-mA
April 15:IVF:Hormonchaos
Juni 15:IVF:positiv
März 16:Geb. Mädchen
2017: 4 neg. IVF‘s
März 18:Not-ICSI:schwanger
Nov 18: Geb. Mädchen

emenem
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von emenem » 27.09.2016, 13:33

Liebe Knutschkugel,

wollte dir nur kurz sagen das ich es toll finde, dass du uns an deiner Geschichte teilhaben lässt. Beim lesen kommt mir sehr oft die Gänsehaut und manchmal werden die Augen echt glasig und ein Tränchen kullert über die Wange. Ich glaube die Kinderwunschzeit hat uns alle sehr geprägt und man kann es nicht vergessen.

Danke für deine Offenheit!
Februar & März 2015 ICSI - Eizellen eingefroren

1. Kryo: 06/2015 - negativ
2. Kryo: 07/2015 - POSITIV! Das ♥ schlägt...

Geschwisterchen:
1. Kryo: 12/2016 - ☆ 6. Woche
2. Kryo: 03/2017 - negativ
3. ICSI: 04/2017 - POSITIV! Das ♥ schlägt...

Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 27.09.2016, 19:03

Liebe emenem,

Danke für die liebe Rückmeldung! Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Geschwisterrunde!

LG
Knutschkugel
Juni 12:pos.nach IUI
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Knutschkugel26
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Re: Blog: Knutschkugels Baby

Beitrag von Knutschkugel26 » 28.09.2016, 09:14

Jetzt hieß mal wieder warten. Die Tage bis zum Bluttest, insgesamt 15, wollten einfach nicht vergehen. Ich konnte mich aber auch nicht mehr ablenken. Lediglich auf der Arbeit gelang es mir noch zeitweise. Endlich war es dann soweit. Ich fuhr schon früh morgens nach Wiesbaden, damit ich noch am gleichen Tag das Ergebnis erhalten würde. Um die Mittagszeit fuhr ich von der Arbeit nach Hause, mein Handy hatte ich die ganze Zeit an. Der Anruf erreichte mich als ich zu Hause auf der Couch saß und das Telefon anstarrte. Die Ärztin sagte mir, dass der Test positiv sei. Ich fragte gleich nach dem HCG-Wert. Er war leider wieder niedrig. Was eine Achterbahn der Gefühle. Eigentlich wusste ich, dass ein niedriger Wertt bei mir kein Grund zur Freude war. Trotzdem wollte und konnte ich die Hoffnung einfach nicht aufgeben, dass es dieses Mal trotzdem gut geht. Um mich rum waren alle schwanger oder hatten einen Säugling. Das war kaum mehr zu ertragen. Ich konnte mich zu dieser Zeit nicht mehr für andere freuen. Sehr schade, wenn ich heute daran denke....es tat mir auch damals schon leid, aber es ging nicht.
Nach ein paar Tagen dann eine Schmierblutung, die dann zu einer richtigen Blutung wurde. Aus und vorbei. Dieses Negativ stürzte mich in ein sehr tiefes Loch. Wenn diese Methode auch nicht funktioniert, wie sollte ich überhaupt schwanger werden. Nur noch 2 Versuche, die bezahlt würden und was dann? Ich weinte wenn ich alleine war nur noch, ich war gefangen in meinem Wunsch endlich ein Baby zu bekommen. Um doch auch wieder etwas meinen Kopf zu benutzen recherchierte ich im Internet, nach Gründen und weiteren Methoden.
Ich besprach im Kinderwunschzentrum, was zu tun war. Ich wurde zwar schwanger, aber nur ganz kurz. Uns wurde zu einer genetischen und imunbiologischen Untersuchung geraten.
Diese ließ ich bei Frau Dr. Reichel-Fenz in Heidelberg durchführen. Dazu müsste man Blutproben dort ins Labor schicken. Da meine Schwester Ärztin ist, war das schnell erledigt. Auf das Ergebnis mussten wir allerdings mal wieder einige Wochen warten....
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