hallo cano,
schön von dir zu lesen und schön, dass es bei euch bald weitergeht.
ich/wir haben für uns den entschluss gefasst, dass es erst mal keinen weiteren versuch geben wird. ich kann und möchte einfach nicht mehr. zum einem, weil es mich wirklich erschrocken hat, wie mein körper nach den drei versuchen aussah (+6kg) und zum anderen, weil mir die ereignisse vom letzten jahr immer noch nachhängen. mir geht es zwar wesentlich besser als zu beginn des jahres, aber ich bin immer noch damit beschäftigt die fehlgeburt für mich zu verarbeiten und das zugenommene gewicht (vor allem am bauch) wieder runter zu kriegen.
nochmal ein kurzer rückblick:
wir hatten den 3. versuch ja erstmalig mit privigen unterstützt wg. einnistungsversagen und beim bt dann auch tatsächlich ein positiv erhalten. der 1. us fand bei 7+0 statt und war sehr ernüchternd. außer einer leeren fruchthöhle war nichts zu sehen. das hcg war allerdings aber gut gestiegen und so wurde ich für die darauffolgende woche wieder einbestellt. die fruchthöhle war gewachsen und man konnte einen embryo erkennen. allerdings kein herzschlag. das hcg war aber weiterhin gestiegen. herr dr. hahn hielt dann rücksprache mit meinem fa, wer nun die weitere betreuung übernehme und fragte mich auch, was ich tun möchte. ich entschied mich für's abwarten, was er auch befürwortete. die woche drauf (mittlerweile in der 10. woche angekommen) also erneuter us und erneute blutabnahme bei meinem gyn. der us lieferte dieselbe erkenntnis, die wir eh schon hatten und das hcg begann nun auch zu sinken. er war ebenfalls der meinung, dass keine as notwendig sei bei der größe und ich einfach weiter abwarten solle, dass die blutung einsetzt. ich wartete also und wartete und wartete... das hcg sank immer langsamer und von einer blutung war ich meilenweit entfernt. nicht mal ne schmierblutung, nichts. zwischen den jahren ging ich nochmals zum gyn, da nun die zeit drängte. wir wollten neujahr in den urlaub fliegen und ich wollte "die sache" ungern mit in den urlaub nehmen, da wir auch keine ausreichend medizinische versorgung vor ort gehabt hätten. mein arzt machte nochmals einen us. die fruchthöhle war noch immer zu sehen und ich war mehr als frustriert. wir entschieden uns nun doch dazu eine as vornehmen zu lassen. vom gyn ging's direkt in die notaufnahme. erneute blutabnahme und erneuter us... mir stand es bis hier. die junge frauenärztin dort war allerdings sehr, sehr kompetent und blieb uns bis heute positiv in erinnerung. das war auch das einzig positive an dieser ganzen erfahrung. sie nahm sich eine dreiviertel std. zeit für uns und schallte mehr als ausführlich und holte auch nochmals eine kollegin für eine zweite meinung hinzu. das problem war nämlich nun, dass mitterweile weder embryo noch dottersack mehr zu sehen waren und sie für sich eine elss nicht 100%ig ausschließen konnte. sie sah eine "veränderung" und konnte aber nicht eindeutig zuordnen, ob sich diese am eierstock oder eileiter befindet und ob es ggf. nur ne zyste war oder ob sich nicht doch etwas versucht hatte im eileiter einzunisten, z.b. der zweite embryo. der ganze eierstock war von der stimulation ja "zystisch verändert", wie sie so schön sagte. ich war bei dem anblick auch echt erschrocken. noch ein grund mehr, weshalb ich das meinem körper nicht mehr antun möchte. die letzten us-bilder von meinem gyn halfen da auch nicht weiter und die ersten bilder befanden sich festgetackert in meiner akte in wiesbaden. die hatte ich also nicht. anhand meiner erzählungen und berichte von den hcg-werten usw. konnte ich sie dann aber letztendlich davon überzeugen, dass es mit sicherheit keine elss ist oder war. das hätte ich mit sicherheit auch schon schmerzlich zu spüren bekommen. ach ja, der mumu war nach wie vor fest verschlossen... lange rede, kurzer sinn. am tag darauf fand letztendlich die as statt an 12+3. im kh kam auch raus, dass ich erhöhte entzündungswerte hatte. ich durfte also auch noch eine woche antibiotika nehmen. 2 tage nach der as sollte ich nochmals in die notaufnahme zur blutabnahme wegen des bevorstehenden urlaubs. das war am silvestermorgen. die besagte ärztin war wieder im dienst und kümmerte sich persönlich um mich. sie versprach mich später anzurufen wegen der werte, was sie dann auch tat. das hcg war von 512 (blutabnahme am 28.12.) auf 50 gesunken und auch der entzündungswert war zum glück bereits gesunken. so endete also unser jahr 2016 und den tag darauf verabschiedeten wir uns auch tatsächlich in den urlaub (mit antiobiotika im gepäck, da ich diese ja noch zuende nehmen musste

). diese auszeit hatten wir bitter nötig.
ich bewundere wirklich alle frauen, die so viele versuche durchstehen. auch mich hat die geschichte von kleine blume in diesem zusammenhang sehr berührt. für mich ist momentan mit dem oben erlebten das maß voll. mich ärgert es auch sehr, dass man von den kiwuzentren bei sowas komplett im regen stehen gelassen wird. sie transferieren die embryonen und damit ist ihr job für sie erledigt. dann wird man weiter überwiesen und sich selbst überlassen.
ich war letzte woche bei einer heilpraktikern/osteopathin und werde mich jetzt erst mal wieder um mich kümmern. wie schon geschrieben, bin ich ja schon dabei abzunehmen, um mich endlich wieder wohler in meiner haut zu fühlen. zudem hat sie mir zu einer entgiftung geraten nach den ganzen medikamenten und narkosen. die werde ich nach unserem nächsten urlaub ende mai starten. parallel dazu soll ich verschiedene globulis nehmen. da ist u.a. auch etwas für die psyche dabei. wenn dann da erst mal wieder alles im reinen ist, geht es an die osteopathische behandlung.
so viel zu mir. ich freue mich von den anderen zu lesen.
